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Wohnen in der Partnerschaft

Wohnen in der Partnerschaft Wir beleuchten hier die typischen Fragen, die bei der Gründung einer Partnerschaft in Verbindung mit der Wohnungsbeschaffung anstehen:

Zusammenziehen als Paar

Wenn ein neuer Lebensabschnitt mit einem Partner ansteht liegt der Wunsch nahe, auch zusammen zu wohnen. Doch bei Männern und Frauen gehen die Vorstellungen in Punkto Wohnen und Zusammenleben häufig nicht in dieselbe Richtung. Daraus ergibt sich Konfliktpotential und das ist gut so, denn jeder bewältigte Konflikt stärkt die Partnerschaft.

Worauf sich Paare einstellen sollten, wenn sie zusammenziehen:

  • Wohin mit all dem Kram, den jeder in seinem Keller hat? Hier sind nicht nur Ihre Fähigkeiten zum Entrümpeln gefragt, manchmal bedarf es auch der Opferbereitschaft, sich von Dingen zu trennen, die in der Partnerschaft einfach keinen Platz mehr haben. Wie wäre es, die brauchbarsten Sachen an Verwandte oder Freunde zu verschenken? Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Sachen in einem Mietkeller unterzubringen.

  • Die Geschmäcker in Punkto Wohnungseinrichtung gehen diametral auseinander. Er beschwert sich über das Bild, das sie unbedingt im Wohnzimmer aufhängen möchte, Sie ärgert sich über seine ausladenden Werkzeugkästen und Tresore, die unbedingt in der Garderobennische untergebracht werden sollen. Gehen Sie aufeinander zu. Suchen Sie ein Bild, das ihnen gemeinsam gefällt und hängen dieses ins Wohnzimmer. Die Werkzeuge für den schnellen Bedarf bleiben in der Wohnung, der Rest wandert in den Keller.

  • Viel zu viel Klamotten für den Kleiderschrank. Abgesehen davon, dass es gar keinen Sinn macht, seine und ihre Kleidung in gemeinsamen Fächern zu verstauen, sollte man sich saisonal auf die Verteilung der Stauflächen einigen. Die Winterkleidung wird zur warmen Jahreszeit in den Keller verfrachtet und umgekehrt wandert die Sommerkleidung zur kalten Jahreszeit gut verpackt in den Keller. Er bekommt für seine Anzüge und Hemden ein separates Fach.

  • Das typische Problem mit der Zahnpastatube hat sich ganz schnell erledigt, wenn jeder zukünftig seine eigene Tube drückt. Wozu sich darüber aufregen, dass ihr Umgang mit den Dingen des täglichen Bedarfs einfach anders ist als seiner? Und dass man als Frau mehr Platz im Bad und längere Zeit vor dem Spiegel benötigt, ist doch eh klar. Also nehmen Sie´s gelassen hin und nehmen Sie sich für die Zukunft vor, dass die nächste Wohnung ein Bad mit mindestens 2 Waschtischen hat.

  • Warum ist der Kühlschrank schon wieder leer? Wer futtert heimlich was weg? Natürlich der andere. Aber damit der Ärger aufhört, gehen Sie gemeinsam einkaufen und versuchen Sie, die Grundnahrungsmittel für einen Wochenvorrat zusammen zu stellen. Jeder darf Wünsche äußern. Ein gemeinsames Küchengeld, in das jeder am Anfang des Monats einen fixen Betrag einzahlt, erleichtert das Einkaufen und trägt mittelfristig dazu bei, dass sich die Konsumneigungen der Partner gegenseitig anpassen.
Wie Sie in den einzelnen Themen gemerkt haben, kommt es auch beim Zusammenziehen gern zu Konflikten. Das ist ganz normal und sogar wichtig für die persönliche Entwicklung. Es kommt halt darauf an, wie Sie und Ihr Partner mit dem Konflikt umgehen. Seien Sie ein Teil der Lösung, nicht des Problems.

Mieten oder Kaufen – Grundsätzliches und Rechtliches

Nachdem man zusammengezogen ist und sich die Partnerschaft gefestigt hat, streben viele Paare nach einer Eigentumswohnung oder nach einem Haus. Neben den finanziellen Aspekten, die wir in der Rubrik Kaufen & Verkaufen erläutern, sollte man auch folgende Fragen klären:
  • Ist Kaufen zum jetzigen Zeitpunkt richtig für uns?
  • Ist die Immobilie, die wir uns leisten können, langfristig passend?
  • Stadt oder Land – wonach soll man sich entscheiden?
  • Rechtliches- was ist im Vorfeld zu klären?
Ist Kaufen zum jetzigen Zeitpunkt richtig für uns? Die Banken werben mit niedrigen Zinsen, in der Nachbarschaft gibt’s ein neues Baugebiet, jetzt könnte es klappen. Wenn der eigene Job auf absehbare Zeit sicher sind und die eigene Firma eine gute Auftragslage hat, neigt man eher dazu, eine Immobilie zu erwerben. Kurz, bei wirtschaftlich positivem Umfeld sind die Voraussetzungen günstig für einen Immobilienkauf. Aber dies kann sich in den kommenden Jahren auch wieder ändern. Daher sollten Sie auch überlegen, was schlimmstenfalls passieren kann:
  • können Sie die Immobilie bei Arbeitslosigkeit halten?
  • Haben Sie steigende Heizungs- und Stromkosten bei Ihrer Kalkulation berücksichtigt?
  • Was passiert, wenn sich weiterer Nachwuchs einstellt?
  • Könnte ein Ortswechsel bei einem Jobwechsel anstehen?
  • Könnte man die Immobilie zeitweise vermieten- wenn ja zu welchem Preis?
Sie sollten ein paar verschiedene Szenarien durchrechnen. Man kann zwar nicht für alle Eventualitäten vorsorgen. Jedoch sollte Ihnen klar sein, dass man eine Immobilie für den Fall, dass Sie schnell umziehen müssten, nicht so schnell verkaufen kann, ohne dass man dabei Verluste in Kauf zu nehmen hat.

Ist die Immobilie, die wir uns leisten können, langfristig passend?

Es geht bei dieser Überlegung darum, die Immobilie auf Potentiale hinsichtlich ihrer Funktionalität abzuklopfen. Könnte man in das Bad ein zweites Waschbecken oder eine zusätzliche Dusche integrieren? Könnte das Wohnzimmer in einen zusätzlichen Raum abgeteilt werden? Könnte der Keller in ein Arbeitszimmer umgewandelt werden?

Heute sind diese Fragen vielleicht nicht wichtig, es könnte aber in wenigen Jahren bereits anders sein. Gut zu wissen, dass entsprechende Anschlüsse vorhanden sind, Leerrohre für das Nachrüsten möglicher Leitungen verlegt sind. Sofern Sie in die Planung mit eingreifen können, tun Sie es und ermöglichen Sie sich mehr Handlungsspielräume für die Zukunft.

Stadt oder Land – wonach soll man sich entscheiden?

In einer Fernsehreportage wurde genau diese Frage untersucht. Für den Umzug an den Stadtrand oder aufs Land wurden folgende Gründe genannt:

  • Immobilie ist am Stadtrand oder auf dem Land günstiger
  • Immobilie bietet außerhalb der Stadt mehr Platz
  • Immobilie hat außerhalb der Stadt ein kindgerechteres Umfeld.
Während es zutrifft, dass am Stadtrand befindliche Wohnlagen das passendere Umfeld für Kinder sind, sollte man vorsichtig sein, bei der Preisargumentation „nur“ den Immobilienpreis für die Kaufentscheidung zu berücksichtigen. Denn häufig wird dieser Vorteil durch längere Anfahrtswege mit erhöhten Fahrtkosten kompensiert. In einer Studie zeigte sich, dass viele Paare nach dem Umzug von der Stadt aufs Land ein weiteres Fahrzeug benötigten. Die dann anfallenden Kosten für Fahrten zum Arbeitgeber verdoppelten sich rasch. Mit Berücksichtigung der Fahrtkosten wäre der Wohnstandort in der Stadt günstiger gewesen.

Beachten Sie also die Infrastruktur und die Anbindung an Arbeitgeber und Schulen am künftigen Wohnort. Denn bei knapper werdenden Ressourcen werden die Kosten für Fahrten und Autos im Unterhalt steigen.

Wenn die Kinder älter werden, sind auch weiterführende Schulen nicht so ohne weiteres vom Land aus erreichbar.

Rechtliches – was ist im Vorfeld zu klären?

Ihre zukünftigen Eigentumsverhältnisse werden durch den Immobilienerwerb beeinflusst.

Wenn Sie als Paar gemeinsam eine Immobilie erwerben, gehört sie Ihnen auch gemeinsam und zwar je zur Hälfte, wenn Sie im Kaufvertrag dazu keine weiteren Angaben machen. Das hat Folgen bei Scheidung und Todesfall. Man sollte sich vor dem Gang zum Notar daher die Mühe machen, welche Rechtsfolgen der Erwerb möglicherweise nicht nur für sich selbst, sondern auch für Kinder und mögliche Erben hat. Da die Notare sich auch in Erbrechtsangelegenheiten auskennen, kann es sinnvoll sein, zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs auch ein Testament zu fertigen.

Für eheähnliche Lebensgemeinschaften sollte im Vorfeld geklärt werden, wie die zukünftigen Eigentumsverhältnisse an der Immobilie beschaffen sein sollten und welche Folgen im Trennungsfall oder bei Todesfall eines Partners eintreten.

Neben den Eigentumsverhältnissen sollte man auch an mögliche Rechte Dritter, die auf dem Grundstück liegen könnten, berücksichtigen. Häufiges Ärgernis sind nicht beachtete Wegerechte oder Grenzbebauungen. Auch hierzu sollte der Notar vollumfassend Auskunft geben, bevor Sie den Kaufvertrag unterzeichnen. Dazu werden nicht nur Angaben in den Grundbüchern gemacht, sondern in einigen Bundesländern auch in den Verzeichnissen über die Baulasten.

Mieten: häufig gefragt 2-Zi-Wohnung oder 3-Zi-Wohnung?

Wenn es das finanzielle Budget her gibt, mieten viele Paare gern eine 3-Zimmer-Wohnung. Allerdings sollte man neben der Anzahl der Zimmer auch die Wohnfläche bei der Wohnungssuche als eigenständiges Suchkriterium verwenden. Eine große 2-Zimmer-Wohnung kann einer schlecht geschnittenen 3-Zimmer-Wohnung um Längen voraus sein. Mit flexiblen Raumteilern kann man heutzutage eine zusätzliche Nutzung z.B. für ein Arbeitszimmer oder für eine Hobbyecke herstellen.

Wenn Sie die meiste Zeit außerhalb der Wohnung verbringen und nur abends und am Wochenende daheim sind, sollte man klären, ob ein drittes und kaum genutztes Zimmer sinnvoll ist.

Wohnsituation auf die Familienplanung anpassen

Während der Schwangerschaft ist genug Zeit um zu überlegen, ob die vorhandene Wohnsituation ausreichend ist. Wenn das Baby erst mal da ist, sollte der Platz für die Wiege und später für das Kinderbett sowie Spielfläche feststehen.

Denken Sie vor allem auch an die Sicherheit, die ein Kind benötigt. Wenn es beginnt, das Laufen zu lernen, entdeckt es auch die Welt der Steckdosen, herumliegenden Kabel und Fernbedienungen, aufziehbarer Schubladen und mehr. Schaffen Sie die erforderlichen Kindersicherungen frühzeitig an und gewöhnen Sie sich daran, nicht kindgerechte Gegenstände am besten außer Reichweite des Kleinen zu verstauen.






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