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Wohnen im Alter

Wohnen im Alter

Wohnen daheim im Alter

Immer mehr Menschen erreichen in Deutschland ein hohes Alter. Damit man in den eigenen vier Wänden auch beruhigt alt werden kann, sollte man rechtzeitig überprüfen, welche Präventionsmaßnahmen erforderlich sind.

Die altersgerechte Wohnung – gibt es sie gar nicht?

Es ist einerseits durchaus denkbar, dass wir in Deutschland für den „Typ“ der altersgerechten Wohnung bald eine DIN-Norm haben werden. Doch noch (Stand 4/2012) ist es nicht soweit.

Zum anderen gibt es die typische altersgerechte Wohnung auch gar nicht. Denn jede Altersstufe von betagt bis hochbetagt bringt zwar ihre Beschwerlichkeiten mit sich, doch letztendlich kommt es auf Ihre individuelle Kondition an und darauf, ob es für Sie Sinn macht, daheim zu bleiben, oder ggf. in ein altersbetreutes Wohnen oder in ein Seniorenzentrum umzuziehen. Die beste technische und altersgerechte Ausstattung daheim nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie dabei einsam versauern.

Wie finde ich heraus was ich für mein altersgerechtes Wohnen brauche?

Zunächst ist es wichtig, zwischen körperlichen Gebrechen und geistigen Gebrechen zu unterscheiden.

Entlastung für den Körper in der Wohnung

Fakt ist, dass das Gehen und das Steigen von Treppen im Alter beschwerlicher wird. Also sind hier die Beine betroffen. Zum zweiten wird die Benutzung der Hände schwerer: Drücken, Drehen, Ziehen fällt einem nicht mehr so leicht.

Der wichtigste Raum für die altersgerechte Nutzung einer Wohnung ist das Bad, gefolgt von der Küche. Daneben sind dann noch allgemeine Maßnahmen für jeden Raum der Wohnung möglich, diese erläutern wir weiter unten im Text.

Was Sie selbst veranlassen können:

Im Bad: mit kleinem Aufwand

  • Austausch von schwer bedienbaren Armaturen und Brausen durch leichter bedienbare, altersgerechte Hebelarmaturen,
  • Verwendung von Einstiegshilfen in Dusche und Badewanne,
  • Anbringung von Halterungen neben der Dusche, dem WC und dem Waschtisch,
  • Verwendung von rutschfesten Bodenbelägen und Antirutschmatten,
  • Verwendung eines Sitzhockers für die Dusche.
  • Entfernung der Duschkabine, dafür Anbringung eines Duschvorhanges oder eines gemauerten Sichtschutzes mit Haltegriff
Im Bad: mit größerem Aufwand:
  • Austausch von Sanitärobjekten, Einbau einer bodengleichen Dusche,
  • Anpassung der Sitzhöhe des WC´s, Anpassung von Waschbeckenhöhe
  • Entfernung der Badewanne und dafür Einbau einer bodengleichen Dusche.
Zwar gibt es Fördermittel überwiegend in Form von zinsgünstigen Darlehen für den altersgerechten Badumbau, Sie müssen jedoch mit mehreren tausend Euro Eigenkapital rechnen. Infos zu den Fördermitteln finden Sie bei der KfW-Bank hier: https://altersgerecht-umbauen.kfw.de/

In der Küche:

  • Anpassung der Arbeitshöhe für die Arbeitsplatte,
  • Entfernung schwerer Küchengeräte,
  • Anschaffung einer automatischen Kaffeemaschine, die leicht bedienbar ist,
  • Entfernung von schwerem Geschirr, schweren Töpfen und Pfannen, Ersatzbeschaffung von leichten täglich verwendbaren kleinerem Geschirr.
  • Anschaffung einer kleinen Tischspülmaschine, für deren Bedienung man sich nicht zu bücken braucht.
Man kann auch die komplette Küche altersgerecht umgestalten. Dabei fliegt die alte Küche meistens raus. Die Stauflächen werden dort angelegt, wo man sich weniger bücken oder strecken muss. Weniger Gerät, welches dafür leichter und einfacher zu bedienen und zu reinigen ist, wird benötigt.

Allgemeine Anforderungen an eine altersgerechte Wohnung oder was sonst noch wichtig ist:

Einrichtung eines 24-Stunden Notrufs

Den bekommt man inzwischen fast an jedem Ort. In größeren Städten ist der Seniorenbeirat der Stadt oder des Bezirks dafür erster Ansprechpartner. In kleineren Gemeinden der nächste soziale oder kirchliche Dienst. Das Rote Kreuz, die Diakonie, aber auch ambulante Dienste vor Ort helfen sicherlich gern weiter.

Diese technische Vorrichtung sorgt dafür, dass Sie sich im Bedarfsfall Hilfe herbeirufen können, ohne die Wohnung verlassen zu müssen. Denn viele Menschen sind im Alter sturzgefährdet, und kommen von allein nicht mehr so schnell auf die Beine.

Machen Sie ihre Wohnung heller

Es ist erwiesen, dass ältere Menschen mehr Licht brauchen. Auch dafür können Sie selbst sorgen. Hellen Sie dunklere Ecken in Ihrer Wohnung auf und verwenden Sie grundsätzlich hellere Leuchten mit intensiverem Licht. Auch wenn ältere Menschen gern dazu neigen, am Licht zu sparen, weil es Strom kostet, sollten Sie zugunsten Ihrer Gesundheit nicht darauf verzichten.

Entfernung schwerer Türen, Ersatz durch Schiebetüren

Sie lassen sich leichter bedienen und erleichtern dadurch die Bewegung in den eigenen vier Wänden.

Doch was tun, wenn der Geist schwächer wird?

Hier kann inzwischen fast jeder Hausarzt feststellen, ob Sie an einer Form der Altersdemenz erkrankt sind.

Ob Sie gefährdet sind, lässt sich inzwischen auch leichter feststellen. Führen Sie sich Ihre Eltern und Geschwister vor Augen. Wer ist woran erkrankt? Viele Alterskrankheiten sind erblich bedingt. Es kann, muss Sie aber nicht treffen.

Im Fall einer drohenden Demenz sollten Sie ihre Familie informieren und offen mit der Krankheit umgehen. An Demenz erkrankte Personen benötigen Betreuung. Daher ist es bei frühem Wissen um die Krankheit für Sie und Ihre Familie ein großer Vorteil, sich rechtzeitig um die Anpassung der Lebenssituation kümmern zu können. Es erspart Ihnen wichtige Zeit und außerdem Nerven und Geld. Ob Sie daheim bleiben können, oder sich besser um einen Platz in einem Seniorenzentrum bemühen, können Sie jetzt noch vorausschauend planen und entscheiden.

Solange Sie jedoch selbst entscheiden können, sollten Sie im Fall einer Gefährdung durch eine Demenz den Umzug in ein modernes Seniorenzentrum oder in ein altersbetreutes Wohnen mit guter Anbindung in Erwägung ziehen.






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