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Wohnen in der Eigentümergemeinschaft

Wohnen in der Eigentümergemeinschaft

Wohnen im Recht: für Eigentümer besonders wichtig

Wohneigentum wird häufig mit nicht-existenten Kosten gleichgesetzt. Das ist allerdings weit gefehlt, da unter anderem auch die Eigentümergemeinschaft monatlich zur Kasse bittet. Davon profitieren normalerweise alle Eigentümer und die Kosten liegen immer noch weit unter der Miete. Hin und wieder kommt es allerdings zu Unstimmigkeiten innerhalb der Gemeinschaft. Obwohl eine einvernehmliche Lösung immer der beste Weg ist, kann es in solchen Fällen nicht schaden, die Rechtslage aller Beteiligten genau zu kennen.

Alles geregelt – dank der deutschen Ordnung

Zunächst das Wichtigste: Innerhalb der Gemeinschaft gelten für alle Eigentümer dieselben Regeln. Rechte und Pflichten werden durch Teilungserklärung, Gemeinschafts- und Hausordnung definiert. Darunter fallen Punkte wie Zahlungsverpflichtungen, Nutzungsrechte sowie die Aufteilung in Privat- und Gemeinschaftseigentum. Fragen und Vorschläge werden in der einmal jährlich stattfindenden Eigentümerversammlung diskutiert; im Optimalfall mit einhelligen Resultaten. Doch dazu kommt es nicht immer. Denn die Anteile am Haus entscheiden über das Gewicht der Stimme. So kann ein Eigentümer mit mehr als 50 Prozent der Anteile theoretisch teure Investitionen forcieren und verlangen, dass die Gemeinschaft mit ihren relativen Anteilen ebenfalls Kosten übernimmt.

Im Zweifelsfall vor Gericht

Die Kosten innerhalb einer Eigentümergemeinschaft können somit auch das normale Maß überschreiten. Die Größe der Gemeinschaft spielt dabei keine wirklich große Rolle; die Streitfälle finden in allen Größenordnungen statt. Investitionsfreudige Eigentümer sind häufig der Auslöser, auch wenn das Haus durch die geplanten Maßnahmen im Endeffekt an Mehrwert gewinnt. Wer damit nicht einverstanden ist, in der Versammlung aber überstimmt wurde, kann die Pläne vor Gericht anfechten. Das muss innerhalb eines Monats geschehen – will aber gut überlegt sein. Denn unabhängig vom Ausgang der Angelegenheit leidet die Atmosphäre im Haus stark darunter. Das ist nicht bloß ein unangenehmes Gefühl, sondern auch strategisch schlecht für künftige Diskussionen und Entscheidungen.

Auch Ausschluss ist möglich

Im Härtefall können einzelne Eigentümer sogar aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Dazu braucht es natürlich handfeste Argumente, wie etwa das Nicht-Zahlen des Hausgeldes. Hausgeld gehört zu den unweigerlichen Pflichten aller Eigentümer, was die Rechtslage bei ausbleibenden Zahlungen recht einfach macht. Normalerweise wird das Hausgeld als Rücklage angesammelt, sodass Betriebs- und andere Kosten davon bezahlt werden können. Falls das vorhandene Geld allerdings nicht reicht, müssen die Eigentümer Sonderzahlungen nachschießen. Auch das geschieht natürlich unter anteiliger Berechnung – und ist dennoch ein weiterer häufiger Streitpunkt. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich in eine Gemeinschaft einzukaufen, sollte sich vorher per Immobilien-Ratgeber über die Bedeutung dessen informieren.






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